Wan­der­ar­bei­ter­kon­ven­ti­on

Die UN-Wan­der­ar­bei­ter­kon­ven­ti­on oder offi­zi­ell die “Inter­na­tio­na­le Kon­ven­ti­on zum Schutz der Rech­te aller Wan­der­ar­beit­neh­mer und ihrer Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen” (Inter­na­tio­nal Con­ven­ti­on on the Pro­tec­tion of the Rights of All Migrant Workers and Mem­bers of Their Fami­lies) vom 18. Dezem­ber 1990 ist am 1. Juli 2003 in Kraft getre­ten. Die­ses Über­ein­kom­men zählt zu den grund­le­gen­den inter­na­tio­na­len Men­schen­rechts­über­ein­kom­men der Ver­ein­ten Natio­nen. Mit ihr wur­de eine ver­bind­li­che Basis geschaf­fen, wie die all­ge­mei­nen Men­schen­rech­te ins­be­son­de­re für Migran­ten mit Arbeit­neh­mer­sta­tus, Sai­son- und Gele­gen­heits­ar­bei­tern anzu­wen­den sind. So wird expli­zit fest­ge­hal­ten, wel­che Rech­te den Wan­der­ar­bei­tern und ihren Fami­li­en zuste­hen. Dage­gen ent­hält die Kon­ven­ti­on kei­ne Rege­lun­gen, die das Recht der Staa­ten in Bezug auf eine Ein­wan­de­rung beschnei­den wür­den (bis auf die bereits bestehen­den men­schen­recht­li­chen Beschränkungen).

Bis­her haben 46 Staa­ten das Über­ein­kom­men rati­fi­ziert. Ange­sicht der Mit­glie­der­zahl der Ver­ein­ten Natio­nen, die momen­tan bei 193 Mit­glieds­staa­ten liegt, ist die Wan­der­ar­bei­ter­kon­ven­ti­on nicht sehr aner­kannt. Von allen Men­schen­rechts­ab­kom­men ist sie die­je­ni­ge, mit der gerings­ten Akzep­tanz bei den Mit­glie­dern der Ver­ein­ten Nationen.

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