Aner­ken­nung der Wan­der­ar­bei­ter­kon­ven­ti­on

Berlin, Flüchtlinge

Das Über­ein­kom­men wur­de durch die Reso­lu­ti­on 45/​1581 vom 18. Dezem­ber 1990 an der 45. Tagung der Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen ver­ab­schie­det. Es liegt zur Unter­zeich­nung durch alle Staa­ten aus. Nach­dem der 20. Staat die Kon­ven­ti­on rati­fi­ziert hat­te, trat sie am 1. Juli 2003 in Kraft. Die Zahl der Rati­fi­ka­tio­nen ist im Ver­gleich mit allen ande­ren Men­schen­rechts­ab­kom­men die nied­rigs­te.

Nicht immer ist von der Anzahl der Ver­trags­staa­ten auf die Akzep­tanz oder die Gewich­tig­keit des Abkom­mens zu schlie­ßen. Aller­dings ist es schon ein ein­deu­ti­ges Zei­chen, wenn bis heu­te (Stand Juni 2013) erst 46 Staa­ten die Wan­der­ar­bei­ter­kon­ven­ti­on rati­fi­ziert haben. Dar­un­ter befin­den sich kei­ne “typi­schen Ein­wan­de­rungs­län­der. So feh­len sämt­li­che west­li­che Indus­trie- und Ein­wan­de­rungs­na­tio­nen. Daher kön­nen aus der Wan­der­ar­bei­ter­kon­ven­ti­on kei­ner­lei Ver­pflich­tun­gen für die­se Staa­ten her­ge­lei­tet wer­den.

Ein Staat, der ein Abkom­men nicht rati­fi­ziert hat, ist nach inter­na­tio­na­lem Recht auch nicht an die­ses gebun­den. Aller­dings sind ein­zel­ne Bestim­mun­gen die­ser Wan­der­ar­bei­ter­kon­ven­ti­on schon in ande­ren Men­schen­rechts­ab­kom­men ent­hal­ten, so dass mit der Aner­ken­nung die­ser ande­ren Abkom­men die Ver­trags­staa­ten trotz­dem ver­pflich­tet sind, die Rech­te der Wan­der­ar­bei­ter im Rah­men der jewei­li­gen Men­schen­rechts­ab­kom­men zu ach­ten.

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