Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen

UN_blauDie Bezeichnung Wanderarbeiterkonvention ist eine Abkürzung für die „Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen“ („International Convention on the Protection of the Rights of All Migrant Workers and Members of Their Families„). Sie zählt zu den Menschenrechtsübereinkommen der Vereinten Nationen und ist seit dem 1. Juli 2003 in Kraft. In ihr sind die Rechte aller Arbeitsmigranten, Saison- und Gelegenheitsarbeiter und ihrer Familienangehörigen niedergelegt.

Anders als die übrigen Menschenrechtsabkommen ist die UN-Wanderarbeiterkonvention allerdings weder von Deutschland noch von den meisten übrigen Industriestaaten unterzeichnet worden. Die Gründe hierfür erscheinen allerdings – insbesondere im Hinblick auf die bereits in den anderen Menschenrechtsabkommen für alle Menschen enthaltenen Gewährleistungen – als sehr vordergründig und sind auch immer wieder Gegenstand politischer Diskussionen, sowohl in Deutschland wie auch in der Europäischen Union, dessen Wirtschafts- und Sozialrat die Zeichnung und Ratifizierung der UN-Wanderarbeiterkonvention durch die EU ausdrücklich befürwortet.

Auf den folgenden Seiten möchten wir dem interessierten Leser die Wanderarbeiterkonvention näher vorstellen und damit einen ersten Beitrag zur politischen Diskussion liefern – nämlich den einer objektiven Information.